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Der Mond
Entstehung
Der Mond verdankt sein Dasein einem kosmischen Unfall. Auf der Urerde schlug ein Asteroid ein, der doppelt so schwer war wie der Mars war. Der Eisenkern des Asteroiden schmolz, verband sich mit Erdmaterial und wurde hinaus in das All geschossen.
Der neugeborene Mond war eine glühendheiße Gesteinskugel, die durch einen Hagel aus Gesteinsmaterial und Staub im Solarnebel wirbelte. Durch kosmische Einschläge gewann er im Laufe der Zeit an Volumen. Nach und nach beruhigte sich der Solarsturm und vor ca. 3,9 Milliarden Jahren begann sich die Mondoberfläche zu erhärten. Der Mond erhielt eine dünne Kruste.
Während der letzten 3 Millionen Jahre hat sich die Oberfläche des Mondes nicht mehr verändert. Riesige Krater sind Spuren vergangener Einschläge.
Einfluß des Mondes auf die Gezeiten
Die Gezeiten oder auch Tiden genannt, sind periodische Schwankungen des Meeresspiegels. Das Steigen des Wasserstandes nennt man Flut, das Fallen des Wassers heißt Ebbe.
Die Schwankungen entstehen durch Massenanziehungen zwischen Erde, Sonne und nicht zuletzt des Mondes. Durch diese Anziehungskräfte kommt es auf der dem Mond zugewandten Seite zu einem Zusammenfließen der Wassermassen der Ozeane. Man bezeichnet dies als Flutberg, auf der dem Mond abgewandten Seite kommt es nur zu einem kleineren Flutberg durch die erdeigene Fliehkraft.
Durch die Erdrotation wandern die beiden Flutberge ungefähr einmal pro Tag um die Erde.
Stehen Sonne und Mond im rechten Winkel zueinander und ziehen in verschiedene Richtungen, spricht man von Niptiden/Nipzeit, wenn Sonne, Mond und Erde auf einer Geraden liegen (Neu- oder Vollmond) kommt es zu einer Verstärkung der Anziehungskraft durch die beiden Himmelsgestirne und man spricht von einer Springtide/Springzeit mit besonders hohem Wasserstand.
Mondfinsternis
Die Mondfinsternis kommt zustande, wenn sich die Erde zwischen Mond und Sonne setzt.
Der Mond liegt im Erdschatten und kann deshalb nicht mehr von der Sonne beleuchtet werden.
Sie dauert bis zu einer Stunde.
Der Mond wird dabei nicht komplett unsichtbar, sondern erscheint rötlichbraun, das kommt daher, dass das Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gebeugt wird und teilweise auf den Mond fällt, dabei wird das Blau aus dem Spektralbereich gestreut und nur rotes Licht wird vom Mond zurückgeworfen.
Merkblatt
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