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Merkur
die Merkur ist der von der Sonnen aus gesehen nähste Planet. Der Mittlere Abstand zur Sonne beträgt rund 58 Millionen Kilometer, sein Durchmesser 4.875 Kilometer. Die mittlere Dichte entspricht etwa dem Wert der Erde. Der Merkur um rundet die Sonne in 88 Tagen. Radarmessungen ergaben, dass er in 58,7 Tagen um seine eigene Achse rotiert. Das entspricht zwei Dritteln seiner Umlaufzeit um die Sonne. Also dreht er sich pro Umlauf um die Sonne anderthalb mal um seine Achse. Seine Oberfläche aus rauem, porösem, dunklem Gestein reflektiert das Sonnenlicht nur schwach.
Der Merkur besitzt eine extrem dünne Atmosphäre. Die Schwerkraft auf seiner Oberfläche beträgt etwa ein Drittel der auf der Erdoberfläche.
Die Raumsonde Mariner 10 passierte zweimal im Jahr 1974 und einmal 1975 den Planeten Merkur. Sie sendete Bilder zur Erde, auf denen eine Mond ähnliche, mit Kratern durchsetzte Oberfläche zu erkennen ist. Die Temperatur liegt auf der Sonnenseite bei rund 430 °C und auf der Schattenseite bei etwa –180 °C. Mit Hilfe von Mariner 10 entdeckte man auch ein Magnetfeld am Merkur.
1991 erkannte man mit Hilfe leistungsfähiger Radioteleskope ausgedehnte Eisflächen auf den Polkappen des Merkurs. Sie waren von der Sonde Mariner 10 nicht nachgewiesen worden.
Merkurs Perihel (der Punkt, an dem er in seiner Umlaufbahn der Sonne am nächsten kommt) verschiebt sich langsam. Das bedeutet, dass sich die große Achse seiner elliptischen Umlaufbahn allmählich dreht. Die Erklärung des gesamten Ausmaßes dieser Drehung war einer der ersten großen Erfolge der Relativitätstheorie.
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